Schmuckkästchen

Für das Kästchen habe ich Pflaume verwendet, welches ich nah am Kernholz gespalten habe, da hier die Maserung am besten zu sehen war. Durch das Ausbeiteln mit dem Hohlbeitel konnte ich, trotz des harten Materials, schnell eine Vertiefung schaffen. Der verbliebene untere Teil des Kästchens dient als Gegengewicht zum Deckel.
Dieser ist aus Kirschholz, das mit einem Buchenzapfen am Kästchen befestigt ist.

Als Verzierung habe ich mit dem Hohlbeitel eine Borde am unteren Rand mit kleinen Kerben genutzt. Ebenso wurde der Deckel mit Kerben versehen, um eine interessante Struktur zu schaffen. Die Blume des Lebens auf dem Deckel habe ich mit dem Brenneisen eingebrannt.

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Schnitzbeil

Schnitzbeile erlauben einen hohen Griff hinter der Schneide um möglichst kontrolliert zu hacken. Zudem ist der Anschliff flach gehalten um eine hohe Schärfe zu erreichen. Diese Beile eignen sich nicht um große Stämme zu spalten, da der Kopf durch den Ausschliff und die flache Schneide geschwächt ist.

Dieses Schnitzbeil habe ich aus einem alten Beilkopf hergestellt. Die Herausforderung hierbei war, den Ausschliff für die Hand hinter der Schneide herzustellen. Hierzu habe ich mehrere Schnitte mit dem Trennschleifer angesetzt und diese dann mit einer Zange weggebrochen. Mit der Fächerscheibe lassen sich die Rundungen gut ausarbeiten.

Der Griff des Beils besteht aus zwei Tischbeinen, die verklebt und mit Buchenstäben verzapft wurden. Nach dem Grobschliff mit dem Tellerschleifer habe ich das Auge des Beils geschliffen und angepasst. Der Feinschliff erfolgte mit Schleifmops von 60er bis 240er Körnung.

Das Schnitzbeil verwende ich für Vorarbeiten an Holzlöffeln, die ich bisher mit dem Messer verrichtet habe. Mit dem Beil lassen sich grobe Veränderungen am Werkstück schneller ausarbeiten.

Das Video zur Herstellung des Schnitzbeils gibt es hier.

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Steckenpferde

Der Traum vom eigenen Pferd.

Bereits im Herbst 2017 habe ich das erste Steckenpferd für meine Tochter gebaut. Aus einem Reisstrohbesen und Buchensperrholz. Seitdem ist es das Lieblingsspielzeug wenn wir unterwegs sind.

Seither habe ich über 40 Steckenpferde zum Bemalen an junge Menschen abgegeben. Der größte Workshop entstand beim Schulfrei-Festival 2018, wo wir über drei Tage Pferde bemalt haben.

Ich nutze für die Herstellung der Köpfe wahlweise Buche oder Birke. Buche häufig bei größeren Kindern, da diese robuster ist und Birke bei kleineren Kindern, da diese leichter ist.
In beiden Fällen handelt es sich um Sperrholz mit 9mm Dicke, welches ich mit der Stichsäge in zwei Größen zuschneide.
Die Reisstrohbesen bekommt man im Baumarkt. Die Nut, welche die Köpfe später aufnimmt, fräse ich mit der Oberfräse ein.

Für das Bemalen sind der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Lässt man die Pferdebesitzer drauflos malen, dann ist deren Idee vom Traumpferd meist schon lange im Kopf.
Acryl dient als Farbe, da diese dauerhaft wasserfest ist. Natürlich kann auch nur geölt oder lackiert werden.

Für die Pferdemähne verwende ich Wolle, die bunt gemischt und dick verknotet eine wallende Mähne ergibt.
Die Wolle wird mit Häkelnadeln durch die vorgebohrten Löcher des Pferdekopfes gezogen und anschließend verknotet.

Ein vorgefertigtes Steckenpferd (Besen mit Kopf verklebt, gebohrt und verschliffen) kostet 17 Euro in der großen Version und 15 Euro in der kleinen Version. Beides beinhaltet Acrylfarben zum Bemalen und Wolle für die Strähnen.
Falls aus dem Pferd ein Einhorn werden soll, kommen noch 10 Euro für das handgefertigte Horn dazu.
Fertig bemalte Steckenpferde verkaufe ich ab 40 Euro.

Das Holzklo

Das mobile Klo

Das Holzklo ist eine mobile Toilette, die nahezu überall aufgestellt werden kann, um unabhängig und ökologisch am Kreislauf des Lebens teilzunehmen.

Material und Bauweise

Als Material erweist sich Douglasie als wetterbeständiges Holz, da es durch die Harze sehr feuchtigkeitsabweisend ist. Sollte ein Holzklo dauerhaft aufgestellt werden, empfielt es sich, dieses regelmäßig zu ölen. Anders als andere mobile Toiletten aus Holz, wird für das Holzklo auf Balken in 9×9 zurückgegriffen. Somit wirkt das Holzklo nicht nur ausgewogener in der Ansicht, es ist, gegenüber anderen Modellen, wesentlich resistenter gegen Windeinwirkung.

Die Beplankung der Seiten ist mit 21mm so dick, dass sich ein Verziehen einer Seitenwand, auch bei längerer Lagerung, nicht eintritt. Die Seitenwände wirken wie aus einem Stück gegossen, da Querverstrebung als auch Beplankung in die Stehbalken eingelassen sind. Dies fördert die Stabilität, auch wenn das Holzklo regelmäßig zerlegt und aufgebaut wird.

Die Rückenwand wird in die Stehbalken eingehängt und mit Flügelmuttern verschraubt. Es ist kein Werkzeug nötig, das Holzklo zusammen- und auseinander zu bauen.

Der Anteil am Kreislauf des Lebens

Im Gegensatz zu anderen Toilettenformen verzichtet das Holzklo auf chemische Zusätze, um die Fäkalien zu zersetzen. Während feste Bestandteile in eine Tonne abgeführt werden, führt ein Separett die flüssigen Bestandteile in einen Auffangkanister.

Die Idee der Weiterverwertung ist, die festen Bestandteile der Natur zurückzuführen. Dabei wird die volle Tonne mit Biokohle oder Mikroorganismen aufgefüllt und gelagert. Durch die Lagerung zersetzten sich die Fäkalien auf natürliche Weise. Am Ende entsteht terra preta, die fruchtbare schwarze Erde.
Die flüssigen Bestandteile können direkt als Dünger verwendet werden.
Diese Form der natürlichen Teilnahme am Kreislauf des Lebens ist in Deutschland nur im Privatgebrauch zulässig.

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Schnitzmesser

Kleine Klingen und große Griffe zeichnen Schnitzmesser aus. Durch die kleine Klinge lässt sich hoher Druck auf die Schneide ausüben und kontrolliert schnitzen. Kurze, gebogene Schneiden dienen dabei der Ausarbeitung von feinen Rundungen, gerade Schneiden eher dem Schnitzen von Kerben.
Gerade durch die Vielfältigkeit der Schnitzmesser am Markt, habe ich mich entschlossen, eigene Messer herzustellen um diese auf meine Bedürfnisse anzupassen.

Bei der Herstellung nutze ich Kohlenstoffstahl – meist eignet sich hierfür die Klinge aus einem Küchenbeil.
Ist die grobe Form angezeichnet, wird mit dem Trennschleifer ausgeschnitten. Der Erl läuft nach hinten spitz zu, damit dieser sich in den Griff einbohrt. Damit sich die Klinge nicht im Griff verdreht, halte ich den Erl relativ breit und schleife diesen nicht rund. Eingeklebt wird dieser mit 2K Epoxydharz.

Nicht nur die Form der Klinge ist Geschmackssache, sondern auch die Wahl des Griffes. Ich verwende für die Griffe getrocknete Buche, Eiche oder Obstholz. Meine Griffe habe ich eckig geschliffen – die Erfahrung hat gezeigt, dass rund geschliffene Griffe eine nicht so hohe Kontrolle über die Klinge ermöglichen.

Haben Klinge und Griff Hochzeit gefeiert, geht es zum finalen Schliff des Griffes und dem Schärfen des Messers. Während ich den groben Anschliff mit Feile und Schleifpapier aufbringe, schließe ich den Endschliff mit 8000er Körnung auf dem Schleifstein ab. Abgezogen werden die Messer auf einem Leder.

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Sitzwürfel

Der Sitzwürfel ist eine vielfältige Variante für Menschen unterschiedlicher Größe zu sitzen. Durch den außermittigen Versatz der Sitzplatte ist die Sitzfläche entweder nah zum Boden oder weiter oben. Somit können vor allem Kinder immer die richtige Position finden, die ihrer Beinlänge entspricht. Stellt man den Sitzwürfel auf den Kopf, dient die Rückenplatte als Tisch oder eben als Hocker für große Menschen. Die vier Griffe an den Seiten ermöglichen ein bequemes Tragen und Verrücken des Würfels.

Mir ist bei den Sitzwürfeln vor allem die Stabilität von Bedeutung. Ich verwende Birke-Multiplex in 15mm, was eine hohe Stabilität zum Sitzen oder darauf Springen garantiert. Die Platten sind mit Buchenstäben verzapft und verklebt, die Kanten rund gefräst.

Inzwischen habe ich einen Tisch entworfen, unter dem vier Sitzwürfel Platz finden. Der Tisch dient aufgerichtet als Sitzbank für zwei bis drei Kinder.

Sitzwürfel und Tisch fertige ich auf Anfrage gern an.
Preis: Würfel 45 Euro, Tisch 85 Euro.