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Fahrzeugausbau

Durch das mehrfache Ausbauen und dem dauerhaften Bewohnen meines LKWs, konnte ich Erfahrungen sammeln, die in zukünftige Projekte einfließen.

Die folgende Auflistung dient als Abriss meiner Erfahrungen. Gerne übernehme ich Planung und Ausbau eines Fahrzeuges. Auch bin ich bereit Fragen zu beantworten und Lösungen zu schaffen.

Die digitale Idee.

Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass mir eine Vorkonstruktion am Computer viele Denkarbeiten während des Ausbaus abnimmt. Ich verwende SketchUp um den Fahrzeuginnenraum und den Ausbau abzubilden.

Holz an den Füßen.

Ich würde bei jedem Ausbau wieder auf Holz als Bodenbelag zurückgreifen. Das Holz nimmt Feuchtigkeit und Wärme auf und gibt beides wieder ab.
Diese Eigenschaften kann kein Kautschukboden oder Riffelblech bieten.

Herrlich, das Gefühl wenn man den Sand aus dem Meer mit ins Auto trägt und dieser dann den Holzfußboden formt.

Das Herz des Innenraums.

Nichts wirkt im Winter so anziehend wie ein Holzofen. Denn wenn die Dieselheizung streikt oder das Gas ausgeht, dann greift man einfach auf Holz zurück – und das gibt es fast überall. 

Unterkonstruktion von Sitzbänken.

Manchmal ist es sinnvoll eine Unterkonstruktion aus Metall zu schweißen. Hierdurch erhöht sich das Nutzvolumen unter der Bank. Für die Verblendung nutze ich Multiplex.

Schräge Wände.

Der Ausbau wird anspruchsvoll, wenn das Projekt keine geraden Wände hat.

Ich benutze für die Abnahme der Schrägen und Kurven einfache Pappschablonen, diese übertrage ich auf das Holz.

Rechts im Bild ist eine der fünf Aufnahmen für die klappbaren Hochbetten. Die Winkel habe ich auf die Wandschräge angepasst und diese mit einem Rohr gegen Verbiegen gesichert.

Die Schrauben wurden mit Nietmuttern in die Wandsparren befestigt. Schweißen ist also nicht immer nötig.

Einfach ist besser.

Unterwegs hat sich gezeigt, dass einfach konstruierte Lösungen viel besser reparabel sind als komplizierte Mechanik. 

Links im Bild ist bspw. der automatische Einrastmechanismus einer Kiste, die unter den Sitzen auf einer Schiene verschoben werden kann. 
Nach zwei Jahren habe ich die Kiste aufgrund von Nichtbenutzung wieder ausgebaut… 😉

Versteckte Elektrik.

Um die Verschmutzung der Elektrik auf häufig benutzten Flächen zu vermeiden, baue ich Klappen ein. Diese verbergen etwas, was woanders nicht verbaut werden kann.

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Gebährhocker

Für diesen Gebährhocker diente ein Besenstab aus Eiche sowie das Knie einer Korkeiche als Material. Während der Besenstab für die Beine schnell zurechtgesägt war, musste der Ast der Korkeiche von seinem 25cm Durchmesser reduziert werden. Hierzu nutzte ich das Beil um möglichst viel Material abzutragen und erst so spät wie möglich schleifen zu müssen. Für die Form des Sitzes diente ein Klodeckel als Vorlage.

Die interessante Maserung des verwachsenen Knies des Baumes kommt vor allem an der angedeuteten Rückenlehne des Sitzes zur Geltung.
Die Beine des Hockers wurden mit dem Forstner eingepasst, verklebt und verschliffen.

Klapptisch

Dieser Klapptisch aus Kiefer hat mich vor zwei Herausforderungen gestellt. Zum einen war ein langes Herumprobieren nötig um ein adäquates Verhältnis zwischen Tischhöhe und Scherabstand herzustellen, zum anderen weil die Kiefer nicht vollständig durchgetrocknet war. Kiefer war zu dem Zeitpunkt das einzig vorhandene Material auf das ich zurückgreifen konnte.

Die Tischplatte wurde aus sechs Brettern zusammengesetzt, wobei vier Bretter das innenliegende, gedrehte Quadrat umschließen. Alle Bretter sind miteinander verzapft und verklebt, dennoch hat sich der umliegende Rand, aufgrund der Frische des Materials, verzogen.

Die Scherenbeine des Tisches lassen sich abnehmen, damit sich der Tisch leichter verstauen lässt. Wie auch für die Verbindung der Beine in der Mitte, habe ich die oberen Verbindungen aus Kiefernästen geschnitzt. Damit die Äste nicht aus den Beinen rutschen, sind diese mit Buchenstäben in den Beinen verzapft.

Die Beine werden in die vorgesehenen Aussparungen an der Unterseite des Tisches eingehängt. Durch die Schräge der Aussparungen wird ein Herausrutschen bei Belastung auf dem Tisch verhindert.

Schreibtisch aus Treppenstufen

2012 musste ein großer Schreibtisch her, der etwa 2,50m in der Breite messen sollte. Als Tischplatte sollten etwa 90 Jahre alte Eichenstufen einer Treppe herhalten. Für die Unterkonstruktion verwendete ich sägerauhe Balken und Latten. Da der Tisch schwebend ohne Fuß aufgebaut werden sollte, musste der Balken an der Stirnseite entsprechend dimensioniert werden.

Nachdem die Unterkonstruktion an den Wänden befestigt war, habe ich die Stufen so gelegt, dass ich sowenig wie möglich sägen musste und dennoch die größtmögliche Fläche entstand. Letztendlich musste ich nur einen kleinen Streifen und die überstehenden Kanten zuschneiden.

Da sich der Tisch über die Heizung ausbreitete, habe ich Löcher für die Warmluft gebohrt. Später haben sich hier Murmeln und ähnliches eingefunden.
Die Schüsselung der Stufen stellte mich vor ein weiteres Problem, denn einen Hobel hatte ich nicht. Lediglich der Exzenterschleifer konnte die überstehenden Stoßkanten etwas zügeln. Da die Stufen nach 90 Jahren durchgetrocknet waren, habe ich auf ein Verzapfen zwischen den Stufen verzichtet. Die Stufen habe ich von unten verschraubt. Die beiden großen Löcher dienten der Kabeldurchführung.