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Sitzwürfel

Der Sitzwürfel ist eine vielfältige Variante für Menschen unterschiedlicher Größe zu sitzen. Durch den außermittigen Versatz der Sitzplatte ist die Sitzfläche entweder nah zum Boden oder weiter oben. Somit können vor allem Kinder immer die richtige Position finden, die ihrer Beinlänge entspricht. Stellt man den Sitzwürfel auf den Kopf, dient die Rückenplatte als Tisch oder eben als Hocker für große Menschen. Die vier Griffe an den Seiten ermöglichen ein bequemes Tragen und Verrücken des Würfels.

Mir ist bei den Sitzwürfeln vor allem die Stabilität von Bedeutung. Ich verwende Birke-Multiplex in 15mm, was eine hohe Stabilität zum Sitzen oder darauf Springen garantiert. Die Platten sind mit Buchenstäben verzapft und verklebt, die Kanten rund gefräst.

Inzwischen habe ich einen Tisch entworfen, unter dem vier Sitzwürfel Platz finden. Der Tisch dient aufgerichtet als Sitzbank für zwei bis drei Kinder.

Sitzwürfel und Tisch fertige ich auf Anfrage gern an.
Preis: Würfel 45 Euro, Tisch 85 Euro.

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Gebährhocker

Für diesen Gebährhocker diente ein Besenstab aus Eiche sowie das Knie einer Korkeiche als Material. Während der Besenstab für die Beine schnell zurechtgesägt war, musste der Ast der Korkeiche von seinem 25cm Durchmesser reduziert werden. Hierzu nutzte ich das Beil um möglichst viel Material abzutragen und erst so spät wie möglich schleifen zu müssen. Für die Form des Sitzes diente ein Klodeckel als Vorlage.

Die interessante Maserung des verwachsenen Knies des Baumes kommt vor allem an der angedeuteten Rückenlehne des Sitzes zur Geltung.
Die Beine des Hockers wurden mit dem Forstner eingepasst, verklebt und verschliffen.

Klapptisch

Dieser Klapptisch aus Kiefer hat mich vor zwei Herausforderungen gestellt. Zum einen war ein langes Herumprobieren nötig um ein adäquates Verhältnis zwischen Tischhöhe und Scherabstand herzustellen, zum anderen weil die Kiefer nicht vollständig durchgetrocknet war. Kiefer war zu dem Zeitpunkt das einzig vorhandene Material auf das ich zurückgreifen konnte.

Die Tischplatte wurde aus sechs Brettern zusammengesetzt, wobei vier Bretter das innenliegende, gedrehte Quadrat umschließen. Alle Bretter sind miteinander verzapft und verklebt, dennoch hat sich der umliegende Rand, aufgrund der Frische des Materials, verzogen.

Die Scherenbeine des Tisches lassen sich abnehmen, damit sich der Tisch leichter verstauen lässt. Wie auch für die Verbindung der Beine in der Mitte, habe ich die oberen Verbindungen aus Kiefernästen geschnitzt. Damit die Äste nicht aus den Beinen rutschen, sind diese mit Buchenstäben in den Beinen verzapft.

Die Beine werden in die vorgesehenen Aussparungen an der Unterseite des Tisches eingehängt. Durch die Schräge der Aussparungen wird ein Herausrutschen bei Belastung auf dem Tisch verhindert.

Schreibtisch aus Treppenstufen

2012 musste ein großer Schreibtisch her, der etwa 2,50m in der Breite messen sollte. Als Tischplatte sollten etwa 90 Jahre alte Eichenstufen einer Treppe herhalten. Für die Unterkonstruktion verwendete ich sägerauhe Balken und Latten. Da der Tisch schwebend ohne Fuß aufgebaut werden sollte, musste der Balken an der Stirnseite entsprechend dimensioniert werden.

Nachdem die Unterkonstruktion an den Wänden befestigt war, habe ich die Stufen so gelegt, dass ich sowenig wie möglich sägen musste und dennoch die größtmögliche Fläche entstand. Letztendlich musste ich nur einen kleinen Streifen und die überstehenden Kanten zuschneiden.

Da sich der Tisch über die Heizung ausbreitete, habe ich Löcher für die Warmluft gebohrt. Später haben sich hier Murmeln und ähnliches eingefunden.
Die Schüsselung der Stufen stellte mich vor ein weiteres Problem, denn einen Hobel hatte ich nicht. Lediglich der Exzenterschleifer konnte die überstehenden Stoßkanten etwas zügeln. Da die Stufen nach 90 Jahren durchgetrocknet waren, habe ich auf ein Verzapfen zwischen den Stufen verzichtet. Die Stufen habe ich von unten verschraubt. Die beiden großen Löcher dienten der Kabeldurchführung.

Spielebene

Für das Kinderzimmer sollte eine erhöhte Spielebene gebaut werden, die in der Mitte eine Kiste mit Deckel besitzt in der Spielzeug schnell und einfach verstaut werden kann. An der Vorderseite können große Einschübe für weiteres Spielzeug darunter geschoben werden.

Die Unterkonstruktion besteht aus 6 x 6 cm Balken, die ausgespart sind und ineinander liegen und teilweise verschraubt sind. Die Beplankung ist mit einfachem Fichte-Kiefer Rauhspund ausgeführt. Durch die Verschraubung an zwei Wänden steht die Spielebene sehr stabil. Der Deckel auf der Spielebene fügt sich nahtlos ein und kann mit zwei Händen herausgehoben werden.