Schnitzbeil

Schnitzbeile erlauben einen hohen Griff hinter der Schneide um möglichst kontrolliert zu hacken. Zudem ist der Anschliff flach gehalten um eine hohe Schärfe zu erreichen. Diese Beile eignen sich nicht um große Stämme zu spalten, da der Kopf durch den Ausschliff und die flache Schneide geschwächt ist.

Dieses Schnitzbeil habe ich aus einem alten Beilkopf hergestellt. Die Herausforderung hierbei war, den Ausschliff für die Hand hinter der Schneide herzustellen. Hierzu habe ich mehrere Schnitte mit dem Trennschleifer angesetzt und diese dann mit einer Zange weggebrochen. Mit der Fächerscheibe lassen sich die Rundungen gut ausarbeiten.

Der Griff des Beils besteht aus zwei Tischbeinen, die verklebt und mit Buchenstäben verzapft wurden. Nach dem Grobschliff mit dem Tellerschleifer habe ich das Auge des Beils geschliffen und angepasst. Der Feinschliff erfolgte mit Schleifmops von 60er bis 240er Körnung.

Das Schnitzbeil verwende ich für Vorarbeiten an Holzlöffeln, die ich bisher mit dem Messer verrichtet habe. Mit dem Beil lassen sich grobe Veränderungen am Werkstück schneller ausarbeiten.

Das Video zur Herstellung des Schnitzbeils gibt es hier.

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Schnitzmesser

Kleine Klingen und große Griffe zeichnen Schnitzmesser aus. Durch die kleine Klinge lässt sich hoher Druck auf die Schneide ausüben und kontrolliert schnitzen. Kurze, gebogene Schneiden dienen dabei der Ausarbeitung von feinen Rundungen, gerade Schneiden eher dem Schnitzen von Kerben.
Gerade durch die Vielfältigkeit der Schnitzmesser am Markt, habe ich mich entschlossen, eigene Messer herzustellen um diese auf meine Bedürfnisse anzupassen.

Bei der Herstellung nutze ich Kohlenstoffstahl – meist eignet sich hierfür die Klinge aus einem Küchenbeil.
Ist die grobe Form angezeichnet, wird mit dem Trennschleifer ausgeschnitten. Der Erl läuft nach hinten spitz zu, damit dieser sich in den Griff einbohrt. Damit sich die Klinge nicht im Griff verdreht, halte ich den Erl relativ breit und schleife diesen nicht rund. Eingeklebt wird dieser mit 2K Epoxydharz.

Nicht nur die Form der Klinge ist Geschmackssache, sondern auch die Wahl des Griffes. Ich verwende für die Griffe getrocknete Buche, Eiche oder Obstholz. Meine Griffe habe ich eckig geschliffen – die Erfahrung hat gezeigt, dass rund geschliffene Griffe eine nicht so hohe Kontrolle über die Klinge ermöglichen.

Haben Klinge und Griff Hochzeit gefeiert, geht es zum finalen Schliff des Griffes und dem Schärfen des Messers. Während ich den groben Anschliff mit Feile und Schleifpapier aufbringe, schließe ich den Endschliff mit 8000er Körnung auf dem Schleifstein ab. Abgezogen werden die Messer auf einem Leder.